Selbsthilfegruppe für trauernde Menschen

Durch den Tod eines geliebten Menschen wird plötzlich alles ganz anders. Das bisherige Leben als Partner, Sohn, Tochter oder Verwandter verändert sich drastisch und unabänderlich. Viele, oft widersprüchliche Gefühle brechen auf: Trauer, Wut, Scham, Verzweiflung, Leere, Schuld. 

Unsere Mitmenschen wissen oft nicht, wie sie mit den immer wiederkehrenden Fragen und Selbstvorwürfen umgehen sollen. So fühlen sich trauernde Menschen oftmals als Zurückgelassene, oft alleine mit Ihrer Trauer und Fragen, wie hinter einer Mauer des Schwei-gens. Denn das Thema Tod ist in unserer Gesell-schaft ein Tabu, mit dem man lieber nichts zu tun haben möchte.

Eine sinnvoll gelebte Trauer kann aber auch eine Kraftquelle sein die es ermöglicht, mit dem Verlust eines geliebten Menschen leben zu lernen. Ohne die Trauerarbeit kann ein solcher Verlust zum Zusammenbruch oder zur Versteinerung führen. Deshalb ist es notwendig, der Trauer Zeit und Raum zu geben.

Wir bieten Ihnen die Teilnahme in einer kleinen, vertrauensvollen Gruppe an. Die Teilnehmer sind selbst Betroffene und Ratsuchende. Das Zuhören und Zulassen von Gefühlen hilft oftmals den leidvollen Weg durch die Trauer zu meis-tern. Wir streben in der Gruppe einen ehrlichen, geduldigen, verständnisvollen und respektvollen Dialog an.

 

Wir möchten, dass Trauernde

  1. Gedankenaustausch mit anderen Men-schen pflegen, die in ähnlichen Lebenssituationen sind;

  2. sich gegenseitig stützen und begleiten;

  3. ein Stück des Wegs miteinander gemeinsam gehen;

  4. zuhören;

  5. achtsam zu sich selber werden;

  6. sich Zeit lassen;

  7. den Mut fassen über das Erlebte sprechen;

  8. mit der Schwere und dem Schmerz der Trauer neu leben zu lernen;

  9. Gefühle äußern;

  10. Soziale Kontakte knüpfen;

  11. im individuellen Tempo die Trauer in einem geschützten Rahmen durchleben können;

Bei den Gruppentreffen sind Trauernde willkommen, die einen nahestehenden Menschen verloren haben. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange der Verlust zurück liegt. An sechs Abenden besteht die Chance, eigene Themen in die Gruppe einzubringen oder Einzelgespräche in Anspruch zu nehmen. Es handelt sich um eine angeleitete Selbsthilfegruppe die nach dem ersten Abend geschlossen wird, d.h. es können danach keine Teilnehmer mehr aufgenommen werden.

Die Gruppe ist kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung ist. Bei Bedarf ist der Hausarzt zur Rate zu ziehen. Die Methoden bei den Gruppentreffen lehnen sich an verhaltenstherapeutische Verfahren an und sollen positive Verhaltensänderungen unterstützen.

Die Kosten betragen insgesamt 60 €. Einzelgespräche kosten 45 € . Ein Probeabend zur Information ist kostenfrei. Für Privat- oder Zusatzversicherte Teilnehmer besteht ggf. die Möglichkeit der Kostenerstattung über die Krankenkasse.

Die Treffen finden in Weinheim statt.

info@tomasknapp.de